Wichtige Daten zur Geschichte

Die Vorgängerkirche ist an Stelle einer staufischen Burg­kapelle erbaut worden. Sie hatte mit dem Chorturm im Osten ihren Abschluss gehabt. Die unteren Geschosse des Turmes stammen aus der ersten Hälfte des 15. Jh.

1534    Das Herzogtum Württemberg – und damit auch Waldenbuch – wird evangelisch.

1605    Abbruch des Kirchenschiffes. Der Platz war wegen einer Erweiterung des Schlosses zu eng geworden.

1607    Einweihung des jetzigen Kirchenschiffs, das nach Osten an den bestehenden Turm angebaut wurde (auf Grund der Platzverhältnisse leicht nach Süden abgewinkelt)
Plan: Elias Gunzenhäuser, Oberzimmermeister (gest. 1606), im Auftrag von Herzog Friedrich von Württemberg
Bauausführung: Steinmetz Peter Pfänder aus Leonberg.
Stil: Saalbau mit großer Empore im Westen in „Süddeutscher Renaissance“ mit gotischen Elementen (z.B. Form und Maßwerk der Spitzbogenfenster und der Rosette am Ostgiebel hinter der Orgel). Ursprünglich wohl als „Querkirche“ angelegt, das heißt: Der Altar stand links von der Kanzel an der Nordwand (an der Stelle des heutigen Nordausgangs). Später wurden der Altar an die jetzige Stelle gesetzt und die Bänke auf diesen ausgerichtet. Der repräsentative Osteingang verlor dadurch seine Funktion, da er hinter dem Altar liegt. Seit der letzten Renovierung ist durch die Querbänke die ursprüngliche Ausrichtung ein Stück weit wieder angedeutet.

1702-1707  Aufstockung des Kirchturms: Oktogon und barocke Abdeckung (sog. „Welsche Haube“)
In dieser Zeit: 10 Tafelbilder zum Leben Jesu an der Emporenbrüstung  von Hofmaler Johann Liefkoop

1760    Einbau der unteren Empore im Westen und der Orgelempore im Osten.
Aufstellen der barocken Orgel durch Orgelbaumeister Christian Gotthilf Haußdörffer, Tübingen

1934    Renovierung: Entfernung barocker Elemente, dunkle Farbgebung ; Neugestaltung der Rosette am Ostgiebel durch den Glaskünstler Walter Kohler

1962    Einbau eines stählernen statt eines hölzernen Glockenstuhls

1971    Restaurierung und Erweiterung der Orgel (neue Register, 2. Manual) durch die Fa. Rensch, Lauffen/N.

1987-1989       Renovierung außen und innen (Architekt Prof. Manfred Stockburger, Stuttgart; Bauleiter Robert Teltschik, Waldenbuch; Restaurator Horst Walgenbach, Aich): neue Bänke in der jetzigen Anordnung, helle Farbgebung (orientiert an alten Barockbelegen) für den Lambries (Wandtäfelung), die marmorierten Emporenbrüstungen, den Orgelprospekt und die Kasettendecke; moderne Beleuchtung (Ringkronen aus Edelstahl)

2007    400jähriges Jubiläum: mehrere Veranstaltungen und Herausgabe des Buches „Von den Geheimnissen der Stadtkirche St. Veit in Waldenbuch“

2008    Ersatz des stählernen Glockenstuhls durch einen aus Eichenholz

2011    Restaurierung der Orgel