Waldenbucher Konzerte in St. Veit - Pressestimmen

 

„Die Waldenbucher Konzerte in St. Veit haben sich zu einem “Renner” entwickelt. Der intime, akustisch gute Kirchenraum, erstklassige Interpreten – meist mit der Region verbunden, aber von internationalem Rang – und eine kluge, abwechslungsreiche Programmgestaltung lassen das Publikum in Scharen den Schlossberg hinaufströmen. Und atemlos zuhören. So auch am Samstagabend, als die Solisten des Kammerorchesters Stuttgart und die Pianistin Yoshiko Yamamoto Werke von Bach, Mozart, Schubert und Alfred Schnittke (1934-1998) darboten.“

Albrecht Luy, Stuttgarter Zeitung/Filder-Zeitung, 2001 

 

„…Waldenbuch? Irgendwie assoziiert man damit quadratisch, praktisch, gut. Das wird sich ändern. Seit einiger Zeit zeigt sich die Gemeinde von einer neuen Schokoladenseite, mit klassischer Musik zum Anbeißen. Der Förderkreis ‚Waldenbucher Konzerte in St. Veit’ hat in den letzten Jahren eine kleine, feine Konzertreihe auf die Beine gestellt.“

Bernd Heiden, Sindelfinger Zeitung, 2002

 

Ein kultureller Glücksfall für die Region sind die Waldenbucher Konzerte in St. Veit ohne Zweifel. Einmalig ist die Kombination von Künstlern aus der Region, Weltstars und Nachwuchs-Cracs in einem fast privaten Ambiente.“

Hans-Dieter Schuh, Böblinger Bote, 2008

 

Großer Zulauf durch Qualität und ein durchdachtes Konzept. In Zeiten, in denen andernorts die Veranstalter über immer weniger Besucher klagen, ist die Tendenz hier steigend: die Atmosphäre in der so besonderen St-Veit-Kirche zieht immer mehr Musikfreunde aus der Region an.“

Wolfgang Teubner, Böblinger Bote, 2008

 

Alles passt zusammen: Die festliche Weite und Klarheit des Renaissance-Saalbaus, der 2007 sein 400-jähriges Jubiläum feiern konnte; die feierlich-familiäre Atmosphäre, die intensiven musikalischen Erlebnisse...“

Christoph Martin Hauff, Sindelfinger Zeitung, 2009

 

Waldenbuch macht den Musikmetropolen Konkurrenz...

Waldenbuch besitzt die interessanteste, hochkarätigste Kammermusikreihe der Region.“

Jan Renz, Böblinger Bote, 2010

 

„Die Waldenbucher Stadtkirche St. Veit ist stets eine Reise wert für Musikliebhaber, zumindest wenn der Förderkreis ‚Waldenbucher Konzerte in St. Veit’ wieder eines seiner Konzerte organisiert hat.“

Bernd Heiden, Sindelfinger Zeitung, 2010

 

Starke Saison

Auch die 12. Saison in Waldenbuch wurde wieder zum Magneten für die Musikkenner im Kreis. Die sechs Konzerte von September bis Juni brachten sehr unterschiedliche Besetzungen in die Kirche St. Veit, der gemeinsame Nenner ist aber eine hohe Qualität. Ein Klavierabend und ein Orgelabend waren diesmal dabei, es gastierte das Mandelring-Quartett, es gab einen Abend unter dem Motto ‚Mozart und die Bratsche’ und ein Konzert mit historischer Musik mit (Violine), Gambe, Laute und Traversflöte, gespielt von einem Ensemble um Hille Perl. Es waren wieder nachhaltige Erlebnisse und wirkliche Ereignisse vor jeweils vollem Hause. Waldenbuch zeigt wie man es macht: nur wenn ein Reihencharakter spürbar wird, wenn Kontinuität angesagt ist, wenn das Niveau stimmt, dann kommen auch die Hörer in Scharen. Ein Kompliment an das Organisationsteam des Förderkreises. Am 24. September geht es weiter mit der 13. Saison.“

Wolfgang Teubner, Kreiszeitung Böblinger Bote, 2011

 

... Ob ihrer Seltenheit ist die Kombination Klavier, Violine und Horn alles andere als ein Garant für Mas­senzulauf. St. Veit frei­lich war zum Tricolor-Gastspiel praktisch ausverkauft. Was auch unterstreicht, welch Vertrauen sich die Konzertreihe beim Publikum erworben hat. Das konnte kaum wissen, was da zu erwarten stand. ... Tricolor bescherte hier so einfühlsam wie beherzt eine kammermusikalische Sternstunde mit Seltenheits­wert, deren Realisierung sich natürlich den her­ausragenden In­strumentalisten, nicht zu vergessen aber auch der Risikobereit­schaft des Förderkreises verdankte, der dieses Erlebnis erst ermöglichte.“

Bernd Heiden, Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung 2011

 

„Die Planung war an sich ganz reizvoll: Am Vorabend der Wahl in Frankreich sollte das PentAnemos Holzbläserquintett Werke ausschließlich französischer Komponisten spielen. Doch ... das Horn erkrankte, so dass die Waldenbucher Organisatoren schnell nach Ersatz schauen mussten. Zum Glück gibt es ja beim Deutschen Musikrat die Vermittlungsstelle der Bundes­auswahl Konzerte Junger Künstler, in deren Rahmen der Abend stattfinden sollte. Sie schickten nun das hochqualifizierte Signum Saxophonquartett aus Köln, sicher mehr als „nur“ ein Ersatz. ... Statt eines ausschließlich französischen Konzertes nun also ein europäisches mit vielen Überraschungen. Die Hörer waren begeistert und so gab es noch einen Czardas ... als Zugabe. Waldenbuch ist um eine Farbe und eine Erfahrung reicher geworden.“

Wolfgang Teubner, Kreiszeitung Böblinger Bote, April 2012

 

„Ein hochkarätiges Ensemble aus Paris spielt Werke von Mozart, Françaix und Beethoven. Es wurde ein genussreicher, zauberhafter Abend – ein weiterer Höhepunkt der erfolgreichen Reihe. ... Es war eine logistische Meisterleistung der Veranstalter, die acht Musikerinnen und Musiker aus Paris nach Waldenbuch zu holen. Es war offensichtlich, dass es nicht nur für die Zuhörer ein Erlebnis war. Auch die Ausführenden schienen sich in dem Ambiente wohlzufühlen und musizierten mit viel innerem Engagement und doch häufigem Lächeln. So war es wieder einmal eine Win-win-Situation, wie man sie gerade in Waldenbuch schon oft erlebt hat.“

Wolfgang Teubner, Kreiszeitung Böblinger Bote, Juni 2012

 

„Ein Streichquartett-Zyklus, der die sechs Bartók-Quartette in den Focus nimmt, eingerahmt von den sechs späten Quartetten Beethovens und den sechs Streichquintetten von Mozart mit zweiter Bratsche begann mit dem Mandelring-Quartett, Gunter Teuffel als Gast. Einen solchen Zyklus kann sich nur ein Musiker ausdenken, ein selbst praktizierender, der die Szene und die Literatur kennt. Waldenbuch hat das Glück, mit Prof. Hermann Voss einen solchen spiritus rector zu besitzen, der auch in der Lage ist, entsprechende Werkeinführungen zu schreiben. Das ausführliche Programmblatt war dabei sehr persönlich gehalten und äußerst lesenswert. ...Was für ein Abend: Man freut sich auf den Fortgang des Zyklus.“

Wolfgang Teubner, Kreiszeitung Böblinger Bote, Januar 2013

 

Grandioses Ensemblespiel zwischen Kammermusik und Symphonik

Ein erlesenes Ensemble gastierte am vergangenen Samstag in der St.-Veit-Kirche in Waldenbuch. Die aus Waldenbuch stammende Violinistin Maya Koch hatte zu ihrem Heimspiel sieben Kolleginnen und Kollegen aus dem weltberühmten Orchestre de Paris mitgebracht, mit denen Oktette von Jean Françaix und Franz Schubert musiziert wurden. Solistische Brillanz, feinstes Ensemblespiel und Lust auf musikalische Entdeckungen prägten einen grandiosen Konzertabend.

Die „Waldenbucher Konzerte in St. Veit“ sind längst ein so ausgereiftes Format, dass es leicht zu sein scheint, von Waldenbucher Standards zu sprechen: Musikerinnen und Musiker aus den ersten Reihen des internationalen Musiklebens treffen auf ein ebenso neugieriges wie zahlreiches Publikum, das die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Das Programm kombiniert bekannte Klassiker mit wenig Bekanntem und rückt damit Werke des klassischen Kanons und lebendige Musikkultur näher zusammen.

Boris Belge, Kreiszeitung Böblinger Bote, März 2014

 

Publikum erhält ein großes Geschenk

Zum Auftakt der 16. Reihe "Waldenbucher Konzerte in St. Veit" haben sich die Veranstalter mit Frieder Bernius und dem Kammerchor Stuttgart hochkarätigen Besuch eingeladen. Das Programm mit Werken aus Barock und empfindsamem Stil fand riesiges Interesse, sodass lange vorher keine Karten mehr verfügbar wa-ren.

Was Carl Christian Fasch sich da Ende des 18. Jahrhunderts ausgedacht hat, ist eine echte Herausforderung für die Gesangswelt: Eine 16-stimmige Messe kompo-nierte der in Berlin und Potsdam tätige Musiker und überfordert damit die allermei-sten Ensembles. Vier Chöre müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein, dazu Basso continuo und zwei Solo-Nummern in höchstvirtuoser Manier für Sopran und Tenor.

Hätte Fasch allerdings den Kammerchor Stuttgart und dessen Klasse gekannt, wä-ren ihm wahrscheinlich einige Sorgen und Umarbeitungen erspart geblieben...

Überhaupt verdankte sich die Aufführung der Litanei von Carl Heinrich Biber einem Glücksfall: Annette Schäfer war bei den Recherchen im Archiv des Salzburger Domkapitels auf die Handschrift gestoßen und hatte sie Frieder Bernius und dem Kammerchor zur Aufführung vorgeschlagen. Als Mitglied des Barockorchesters Stuttgart hatte sie gemeinsam mit Gunter Teuffel den Chor und Bernius überhaupt nach Waldenbuch gelockt.

Das dichte Programm wurde ohne Pause dargeboten. Eine willkommene Ab-wechslung zum großen Ensemblegesang war aber Johann Sebastian Bachs Solo-suite Nr. 1 für Violoncello, die Juris Teichmanis gestaltete. In präsenter, aber nicht aufdringlicher Weise arbeitete er in den langsamen Passagen wie der Prélude fei-ne Linien heraus und verzichtete auf allzu heftigen Vibrato-Einsatz. Die Courante gab er als dynamischen Tanzsatz, auch in der Gigue wurde energisch vorange-schritten. Höchste Virtuosität verband sich mit instrumenteller Gesangskunst zu einer berauschenden Mischung.

Seinen Abschluss fand der Abend in Johann Sebastian Bachs Motette „Jesu meine Freude“ BWV 227, in der der Kammerchor noch einmal sein immenses Potential ausschöpfte. So geschlossen wie beim „Es ist nun nichts“ deklamieren nur Profis: Das „Nichts“ in Form einer Generalpause bebte vor Spannung, der „alte Drache“ erstand in der Mitte der Kirche angesichts der energischen Präsenz von Frieder Bernius.

Boris Belge, Kreiszeitung Böblinger Bote, Oktober 2014

Wer am Samstagabend (31.01.2015) die St.-Veit-Kirche betrat, dem bot sich ein ungewohntes Bild: Zwei Flügel sieht man bei der Konzertreihe in Waldenbuch so gut wie nie. Sara Koch und Karla Haltenwanger präsentierten ein facettenreiches Programm... Dabei beeindruckten die Pianistinnen nicht nur mit intensiver Feinfüh-ligkeit, sondern auch mit einem ausdrucksstarken Zusammenspiel…Nahtlos fass-ten die Stimmen der beiden Steinway-Flügel ineinander und ließen kaum darauf schließen, welchem der beiden Instrumente die Töne gerade entlockt wurden…

Sylvia Erben, Kreiszeitung Böblinger Bote, Februar 2015

Das mit imitierenden, also einer Art Piano-Ping-Pong-Passagen reichlich gespickte Werk [Mozart, Sonate D-Dur, KV 448] führt hier zwei Interpretinnen vor, die in Arti-kulation, Anschlag und Phrasierung quasi identisch klingen, selbst schnelles Lauf-werk im Kopfsatz wird kongenial abgetönt. Dabei waltet federnde, durchaus von Temperament beseelte Noblesse im Bewegten und von Atem durchströmte Sang-lichkeit im Kantablen. Ein Mozart nicht wie aus einem doppelten, sondern aus ei-nem Guss, das liegt selbstredend auch an wunderbar harmonierenden Instrumen-ten. Und das liegt sicherlich auch an einer Akustik, die typisch für große Kirchen, einen leichten Weichzeichnereffekt hat. Zwei Sätze aus der von Mikhail Pletnev transkribierten Cinderella-Suite Prokofjews verdeutlichen eine weitere Verwandt-schaft der beiden Pianistinnen bezüglich der Tastenbehandlung: Zwar scheppert es hier im Finale ordentlich, aber nur weil Sara Koch nach Textvorgabe im Stehen mit der Linken direkt in die Bass-Saiten schlägt, um Glockengeläut zu simulieren. Sonst verrät die mit manch Kante und Eruption gespickte Komposition den kam-mermusikalischen Hintergrund der beiden. Bei allem Volumen, hier wird stets noch gespielt, nie geschlagen oder geprügelt. Das steht auch erwähnter Rachmaninoff-Suite gut an, die mit viel Flair, weit verzweigten Spannungsbögen und den durch-aus typischen Pathos-Momenten des Russen daher kommt. Wie mit zwei, von Ex-pertinnenhand bedienten Flügeln der Sound von ganzen Orchestern und Chören nachgeahmt werden kann, das zeigt das offizielle Programm zur Genüge, nicht zu-letzt Brahms’ Variationen über ein Choralthema von Haydn. Eine zusätzlich beein-druckende Kostprobe liefert dazu eine aus Anlass des Todes von Richard von Weizsäcker aufgelegte Zugabe: Zum Andenken an den Altbundespräsidenten, spielen sie das Poco Allegretto aus Brahms’ 3. Symphonie.

Bernd Heiden, Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung, Februar 2015

 

Neunköpfiges Ensemble des Orchestre de Paris hat in Waldenbuch ein glanzvolles Konzert geboten

Seit gut fünf Jahren gehört Maya Koch zum angesehenen Orchestre de Paris. Wie schon im Sommer 2012 und im Frühjahr 2014 kehrte die Violinistin nun wieder an ihren Heimatort Waldenbuch zurück. Diese Gastspiele gehören in den letzten Jahren zu den Höhepunkten der Konzertreihe. Auch am Samstag hinterließ das Nonett mit individueller Brillanz und überlegener Ensemblearbeit einen bleibenden Eindruck.

Dass es beim Musizieren alles andere als ernst zugehen muss, zeigten die brillanten Musikerinnen und Musiker aus Paris: Viele Komponisten haben neben ihren gewichtigen Werken auch für die Gattung „Musikalischer Humor“ komponiert. Zum Beispiel Richard Strauss’ „Till Eulenspiegel“ ... In einer Überarbeitung von Franz Hasenöhrl warfen sich im Konzert fünf Instrumentalisten mit Lust in die aberwitzi-gen Melodien. Olivier Derbesse übernahm mit seiner Klarinette die Hauptrolle und meisterte rasende Tempi und superleise Stellen mit einer Selbstverständlichkeit, wie sie nur selten gehört wird. Seine Kollegen Benoît de Barsony (Horn) und Marc Trénel (Fagott) zeigten sich mit einem natürlichen Gespür für Timing und erzeugten eine klangliche Raumfülle, die einen hier und da vergessen ließ, dass kein spätromantisches Symphonieorchester auf der Bühne war.

Auch Sergej Prokofjews Quintett für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass war als Ballettmusik komponiert worden, die sechs Episoden aus dem Zirkusleben illustrieren sollte. Vom stampfenden Elefanten im Kontrabass über die traurige Geste des Clowns bis hin zu rhythmischen Spielereien im 5/4-Takt reichten die Aufgaben, die dem Quintett gestellt waren. Es löste sie mit größter Leichtigkeit...

Auf dem Programm standen nicht nur humorvolle Stücke – im Gegenteil: Johannes Brahms’ Quintett in h-Moll op. 115 für Klarinette und Streichquartett gehört zweifellos in die Kategorie „Spätwerk“... Die Mittelsätze lebten von Zurückhaltung und Bescheidenheit, Langeweile kam angesichts präziser Schärfe in den höchsten Tönen und kluger Phrasenbildung nie auf... Da waren keine abgeschmackten Gesten zu hören, sondern lebendige Klänge.

Die Qualität einer Studio-Aufnahme hatte auch die Live-Darbietung des Stücks für Bläser und Klavier KV 452 von Wolfgang Amadeus Mozart, das ursprünglich für ein Quintett komponiert ist. Mit dem von Jean Françaix arrangierten Werk schloss der Abend, und nun standen alle neun Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Den Klavierpart hatte Françaix für Streichquintett eingerichtet, die Bläsernoten fast unberührt gelassen. So klang Mozart in Reinkultur. Das Nonett schaffte das Kunststück, die unglaublich anstrengende, schwebende Selbstverständlichkeit herzustellen, mit der Mozart erst zu klingen beginnt.

Und ganz zum Schluss gönnte sich das Nonett noch einmal einen Ausflug in die Welt des Sarkastischen. Nach stürmischem Applaus des Publikums, das die Kirche voll besetzt hatte, intonierten sie mit „L’Heure du berger“ Jean Françaix’ ironische Vertonungen „zweier älteren Schönheiten" („Les Vieux Beaux“) und „kleine Nervöse“ („Les petits nerveux“). Frenetischer Applaus folgte auf diesen zu Ohren gebrachten Spaß am Musizieren. 

Boris Belge, Kreiszeitung Böblinger Bote, Oktober 2015 

Ausnahmepianist demonstriert sein Können

Der Deutsche Musikwettbewerb gilt als einer der bedeutendsten musikalischen Nachwuchswettbewerbe. Im Jahr 2014 vergab der Deutsche Musikrat, der für die Veranstaltung verantwortlich zeichnet, nur einen einzigen Preis - an Frank Dupree. Der Pianist gehört seitdem zu den großen Versprechen in der klassischen Musikszene. Beim Konzert in der Waldenbucher Stadtkirche St. Veit stellte er seine musikalische Intelligenz unter Beweis.

Drei Werke standen am Samstagabend auf dem Programm, mit denen virtuose Pianisten eine Visitenkarte abgeben: Robert Schumanns Fantasie in C-Dur op. 17 und seine Toccata in C-Dur op. 7 gestalten sich ebenso halsbrecherisch wie Franz Schuberts Wanderer-Fantasie D 760. Schubert beherrschte sein eigenes Werk selbst kaum und soll nach misslungenen Versuchen,  die Arpeggien, Tremoli und vollen Akkorde in die Finger zu bekommen zu Protokoll gegeben haben, „der Teufel" solle „dieses Zeug" spielen.

Gewiss, dämonisch interpretierte Dupree den Schluss, den er im Gegensatz zum Komponisten souverän meisterte und im rasenden Finale neben klanglicher Wucht in vollen Akkorden auch einen großartigen Sinn für musikalische Spannung und Dramaturgie unter Beweis stellte. Nicht umsonst brauchte das Publikum einige Sekunden nach dem Verklingen des letzten Akkordes,  um dann tosend Beifall zu spenden.

Doch Duprees Vortrag erschöpfte sich nicht in stupender Virtuosität und furioser Klanggewalt. Im Gegenteil, den Beginn des Werkes mit dem stampfenden Viertel- und Achtel-Motiv gab der Pianist angenehm verhalten wieder, was selbst erfahrenen und professionellen Pianisten im Übereifer nicht immer gelingt.

Mit zwei Fantasien und einer Toccata (einer barocken Form der freien Komposition) stellte Dupree das Suchende und Fragende in der Musik in den Vordergrund. Oft erklingen bei Schumann und Schubert keine vollendeten Formen, sondern quasi-improvisatorische Gesten,  in denen es auf besonderes Geschick des Interpreten ankommt: Er muss das Fragmentarische in Klangmagie übersetzen, ihm mit deutlicher Artikulation und musikalischer Intelligenz Sinn und Bedeutung verleihen. Dupree bewies eine Professionalität, der die Bezeichnung eines „vielversprechenden jungen Künstlers" eigentlich nicht gerecht wird. Besonders prägnant wirkte seine linke Hand, die in Schumanns Fantasie nie stark, sondern immer geschmeidig und flexibel die hohen Stimmen der rechten Hand begleitete.

Der Deutsche Musikwettbewerb wird in Bonn, Beethovens Geburtsstadt, vergeben. Schumann schrieb seine Fantasie, um Franz Liszts Aufruf zu einem Beethoven-Denkmal in Bonn durch den Erlös der Sonate zu unterstützen. Beide, Liszt und Beethoven klangen an diesem Abend immer wieder durch die Klangschichten Schuberts und Schumanns hindurch, auch wenn sie selbst nicht auf dem Programm standen. Schubert und Schumann bekannten sich zu Beethoven als dem großen Wegbereiter der Romantik. Franz Liszt wiederum nahm die Kompositionstechnik Schuberts und Schumanns auf, um in seinen großen, gigantomanischen Werken das Klavier an den Rand des menschlich und technisch Spielbaren zu führen. Dupree hatte mit beiden Scharnierkomponisten eine Zeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts  näher beleuchtet, in der neu definiert wurde, was und wie auf dem Klavier gespielt wurde.

Frank Dupree verabschiedete sich aber mit George Gershwin (1898-1937) und seinem „American in Paris", das fast 100 Jahre später entstanden war. Dupree hatte das symphonische Tonpoem für Klavier solo arrangiert. Der durch die französische Hauptstadt wandernde Amerikaner suchte und fand bei Dupree immer wieder neue musikalische Stimmungen, Melodien und Klänge. Ein furioser Abschluss führte zu einem deutlich vernehmbaren Raunen des Waldenbucher Publikums. Hier war ein großer Auftritt gelungen.

Frank Dupree hat bereits eine CD vorgelegt, in der mit Alban Berg, Luciano Berio und Peter Eötvös auch Protagonisten der musikalischen Moderne und Postmoderne zu Wort kommen. Gerne hätte man neben den Romantikern Schubert und Schumann und dem einer tonalen Klangsprache verpflichteten Gershwin auch hier einen Einblick in Duprees musikalische Intelligenz gewonnen. Am Ende des Konzerts dürften viele diesen Einblick durch den Erwerb der CD nachgeholt haben.

Boris Belge, Kreiszeitung Böblinger Bote, Juni 2016

Ehrgeiziges Unterfangen und grandioser Abschied

Mandelring-Quartett begeistert bei Waldenbucher Musikreihe

Das Mandelring-Quartett schenkte dem Publikum am vergangenen Samstag einen Abend voller musikalischer Ehrlichkeit. Das Spiel von Sebastian Schmidt, Nanette Schmidt, Andreas Willwohl und Bernhard Schmidt überwältigte mit Energie, Spritzigkeit und Tiefe, ohne sich die Darbietung zu einfach zu machen. Das Quartett verzichtete auf oberflächlich wirksame Klanggesten. Die Zuhörer erlebten Beethoven, Bartók und Mozart der Extraklasse.

So mancher Besucher erreichte die Pforten von St. Veit in atemlosem Zustand. Das Kürbisfest hatte nicht nur die Innenstadt, sondern auch die Parkplatzsituation an den Rand der Belastbarkeit gebracht und vielen Konzertbesuchern einen abenteuerlichen Weg in die Kirche beschert. Einmal auf den Kirchenbänken angekommen galt es, erneut die Luft anzuhalten. Zu eindringlich war das Spiel des Mandelring-Quartetts, es zwang seine Zuhörer geradezu in hellwache Aufmerksamkeit. Die ersten Takte des a-moll-Quartetts von Ludwig van Beethoven op. 132, die von zwei Halbtönen bestimmt werden und schon deshalb eine harmonische Spannung erzeugen, erklangen in schwebender Dringlichkeit. Schnörkellos und direkt musizierte das Quartett in der Folge, übte sich in angenehm zurückhaltender Vibrato-Gestaltung und entfaltete, wo dies gefordert war, enormen Druck auf die Saiten, ohne brachial auszuholen. Zu einem ersten Höhepunkt des Abends entwickelte sich das Adagio, das wie ein Kirchenchoral mit zwei Einschüben daherkommt. Beethoven komponierte diesen Satz, nachdem er von einer schweren Krankheit wieder genesen war und legte ihn explizit als musikalischen Dank für die wiedererlangte Gesundheit an. Die innere, tiefe Dankbarkeit ließ das Mandelring-Quartett mit enervierendem Spiel und ausgelassenen Klangfiguren in den „Andante“-Passagen zu Gehör kommen. Das Finale fesselte in seinem Wechsel zwischen Klage- und Jubelgesang mit einer klanglichen Bestimmtheit, die einen langanhaltenden Applaus des zahlreichen Publikums schon vor der Pause geradezu erzwang.

Geziemt es sich, bei einem Meisterquartett von technischer Perfektion zu schreiben? Selbstverständlich beherrschen die Geschwister Sebastian, Nanette und Bernhardt Schmidt (1. und 2. Violine und Cello) sowie Bratschist Andreas Willwohl jede Facette ihres Instruments. Ihre virtuose Reife erlaubt aber auch atemberaubendes Ensemblespiel, wie in den ersten unisono-Takten von Bartóks Streichquartett Nr. 6 (komponiert 1939). Das letzte Streichquartett des Ungarn fesselte in der Folge mit dämonischen Spannungsbögen, einem von harten Rhythmen durchzogenen musikalischen Marsch, unzähligen Klangschattierungen und einem schauderhaft-beklemmendem Finale. Das Mandelring Quartett überzeugte mit präzisestem pianissimo sogar noch stärker als in den klanglich massiven Episoden.

Für Waldenbuch war es ein Glücksfall, das Mandelring-Quartett erneut zu Gast zu haben. Gunter Teuffel, Mitorganisator der Konzertreihe und Solo-Bratschist im RSO Stuttgart des SWR, hatte schon 2010 zusammen mit dem Mandelring-Quartett die „Intimen Briefe“ des tschechischen Komponisten Leoš Janáček eingespielt. Am vergangenen Samstag nahm er für das abschließende Streichquintett Nr. 5 in D-Dur KV 593 von Wolfgang Amadeus Mozart ebenfalls Platz auf der Bühne. Das spielerisch-tänzerische Allegro lebte von einer un- geheuren Konzentration der Musiker, die Mozart geradezu erzwingt. Im Zusammenwirken von Virtuosität, perfektem Zusammenspiel und Witz und Mut zu spontanen Experimenten gelang eine grandiose Darbietung. Als der letzte Ton des von chromatischen Achterbahnfahrten gekennzeichneten Finales verklungen war, schlich sich ein Lächeln, wenn nicht ein Grinsen auf die Gesichter der Musikerin und der Musiker.

Am Ende eines Abends voller musikalischer Ehrlichkeit war auch das nicht gespielt – Mozart hatte nicht nur dem Publikum, sondern auch den Aufführenden sichtlich Freude bereitet. Das dürfte auch für Professor Hermann Voss gegolten haben, der den letzten Akkord seines von ihm erdachten Zyklus gehört hatte. In den letzten Jahren waren alle sechs Quartette Bartóks, die letzten sechs Quartette Beethovens und Mozarts sechs Streichquintette erklungen. Ein ehrgeiziges Unterfangen hatte mit dem Mandelring-Quartett am Samstag einen er- folgreichen Abschluss gefunden.

Boris Belge, Kreiszeitung Böblinger Bote, Oktober 2016

 

So lebendig kann Hofmusik klingen

Hille Perl und Lee Santana waren mit Gambe und Laute in St. Veit in Waldenbuch zu Gast

Klingt Musik nur für sich selbst? Oder können mit ihr auch außermusikalische Botschaften und Inhalte übermittelt werden? Unterschiedliche Antworten auf diese Fragen bestimmen die Musikgeschichte seit ihrem Anfang. Hille Perl und Lee Santana gaben bei ihrem Waldenbucher Konzert in St. Veit am Samstag Einblicke in das Thema "Musik als Sprache". Gambe und Theorbe intonierten Musik, die am Hofe des "Sonnenkönigs" Ludwig XIV. zu hören gewesen war. 

Vor Beginn der Konzerte in St. Veit richten die Veranstalter üblicherweise einige Worte an das Publikum. Am Samstag fielen sie besonders herzlich aus, als Hermann Voss einen Dauergast der Konzerte begrüßte: Hille Perl und Lee Santana waren nun schon zum fünften Mal geladen und konnten ihr Konzert mit Fug und Recht als Heimspiel deklarieren. Sie nutzten es, um ihrem Publikum Musik vom Hofe und aus dem musikalischen Umfeld Ludwigs XIV. darzubieten. Der Sonnenkönig hat seinen Platz in der Musikgeschichte als besonders umtriebiger Förderer der Musik sicher, schließlich war Versailles eines der damaligen Zentren der Musikentwicklung. Kein Wunder, dass der Hofgambist Marin Marais (1656-1728) stil- und epochenprägend wurde. Er stand im Mittelpunkt des Konzerts, in dem zudem Werke von Louis Couperin, Antoine Forqueray und Jacques Bittner erklangen.

Gambe und Laute (beziehungsweise die um Bass-Saiten ergänzte Laute, die Theorbe) sind heutzutage ein seltener Gast auf Konzertpodien. Die altertümlichen Instrumente erinnern an ihre modernen Nachfolger Cello und Gitarre, sind aber Instrumente eigenen Rechts. Perl und Santana verweigerten sich konsequent einer Inszenierung ihrer Musik als Museumsstück. Das Duo stellte unter Beweis, wie lebendig und aktuell vor über 300 Jahren komponierte Musik klingen kann.

Komponist verarbeitet mit einem Stück seine qualvolle Operation

Eine Suite aus Marais’ drittem Gambenbuch von 1711 gestalteten Perl und Santana voll von musikalischem Feuer. Die Prélude kam in freiem, improvisatorischem Geist daher, federnd-dynamisch schwangen die Melodien der Gigue von Grundschlag zu Grundschlag. Jeder noch so „einfachen“ musikalischen Formel schenkten Gambe und Theorbe ihre volle Aufmerksamkeit, selbst vier Achtelnoten waren Keimzellen musikalischer Entwicklung. Das galt vor allem für „Le Badinage“, ein einziges Halten und Loslassen, eine große Reflexion von Be- und Entschleunigung. Das Publikum stellte die Ohren auf, als Perl und Santana dieser musikalischen Kostbarkeit mit großer Liebe und Aufmerksamkeit entgegentraten.

Das letzte Stück des Abends, 32 Variationen über „Les Folies d’Espagne“ forderte sodann superbe Virtuosität und exaktes Duospiel. Perl und Santana gehören zu jenen besonderen Duos, in denen klangliche Gleichförmigkeit nicht vorherrscht und sich kein Duopartner dem anderen unterordnet. Bei aller Synchronität im Spiel prägte auch die Individualität beider Instrumentalisten das Konzert. In einem musikalischen Gespräch kam es zu Reibungen, abwechselnder Führung und lebendiger Auseinandersetzung mit dem Notentext.

War Musik hier eine Kommunikation zwischen zwei Menschen, machten Perl und Santana in einem weiteren kuriosen Werk des Abends auf außermusikalische Bedeutungen ihrer Kunst aufmerksam. Marais ging so weit, eine selbst erlittene Blasensteinoperation in Musik zu setzen. Siegfried Koch rezitierte zu den Klängen des „Tableau de l’Opération de la Taille“, welche Schrecken und Schmerzen eine betäubungslose Operation im 17. Jahrhundert bereitete. Im hohen Tremolo boten Perl und Santana dem Schmerz musikalischen Raum, um dann in abfallenden Seufzerfiguren das fließende Blut plastisch darzustellen. Ein musikalisches Schauerstück, das aber zur grundlegenden Frage des Abends zurückführte: Was ist Musik?

Ohne Kochs Erläuterungen wären der Fantasie des zahlreichen Publikums vielleicht auch ganz andere Assoziationen eingefallen, die ebenso zu den Klängen gepasst hätten. Ein Blick in das Programmheft verriet jedenfalls die Antwort von Perl und Santana: Für sie ist Musik „das wichtigste Kommunikationsmittel zwischen Menschen“. Der begeisterte Applaus des Publikums, Bravos und angeregte Gespräche in der Pause und nach dem Konzert stellten unter Beweis, wie sehr diese Kommunikation am Samstag gelungen war.

Boris Belge, Kreiszeitung Böblinger Bote, Dezember 2016

 

Das Publikum hält den Atem an

Fesselnder Auftakt für die neue Auflage der Waldenbucher Reihe "Konzerte in St. Veit"

Zum Auftakt der 19. Saison der "Konzerte in St. Veit" stimmten die Veranstalter am Samstag einmal mehr ein herzliches "Bienvenue" an. Voller Vorfreude empfingen Macher und Publikum das Ensemble "Le OFF", das sich aus Musikern des Orchestre de Paris zusammensetzt. Ein großer musikalischer Bogen von Vivaldi bis Gershwin unterhielt, fesselte und regte zwei Stunden zum Nachdenken an.

   Die aus Waldenbuch stammende Violinistin Maya Koch fungiert schon seit Jahren als Türöffner zur aufregenden musikalischen Welt des Orchestre de Paris. In den Reihen des Hauptstadt-Ensembles sammeln sich aufgeschlossene, experimentierfreudige Musikerinnen und Musiker auf der Höhe der Zeit. Einige von ihnen schlossen sich Anfang 2015 zu „Le OFF “ zusammen, das sich als unabhängige Formation abseits des etablierten Repertoirebetriebs maximale Flexibilität, stilistische Breite und Dynamik auf die Fahnen geschrieben hat. Am Samstag stellte das Ensemble diese Programmatik dem wie immer zahlreichen, wachsamen und neugierigen Waldenbucher Publikum vor.

Vivaldis Fagottkonzert RV 472, das gleich zu Beginn des Konzerts erklang, war eine gewichtige Visitenkarte. Wohlig pulsierte die Musik im ersten Satz, hier erklang ein gehauchtes und doch drängendes Piano, dort kratzte Fagottist Marc Trénel mit forciertem Forte markante Zäsuren in den Notentext. Der Solist stach durch perfekte Gleichmäßigkeit in allen Registern heraus, das Ensemble verschrieb sich historisch informiert einer unangestrengten, vibratoarmen Begleitung, die weniger auf einzelne Effekte,sondern intelligentes Durchdenken der musikalischen Strukturen setzte.

Klarinettist hat sein Instrument aus Versehen eingeschlossen

Der Abend hätte direkt so weitergehen können – wären da nicht die kleinen Tücken gewesen, die auch gestandene Profis das Leben schwermachen. Carl Maria von Webers Klarinettenquintett in B-Dur op. 34 verzögerte sich, weil sich das Arbeitsgerät von Olivier Derbesse auf der falschen Seite einer zugefallenen Musikschultür befand. Instrument und Instrumentalist mussten in aufregenden Minuten erst wieder zueinander finden.

Der große Applaus zum Auftritt erwies sich dann allerdings mehr als gerechtfertigt. Das Ensemble zündete in der Durchführung des 1. Satzes den Turbo und startete einen furiosen Angriff.

Mit Verve und Lust lotete „Le OFF“ in Waldenbuch die harmonischen Tiefen der romantischen Partitur aus, thematisierte  Risse und Spannungen, um sich nach virtuoser Achterbahnfahrt dem unglaublich charmanten Schluss hinzugeben. Auch wenn der letzte Satz im Galopp das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss – das eigentliche musikalische Zentrum war den Musikerinnen und Musikern der zweite Satz, der in seinemdunkel-erdigen, fast morbiden Charakter die romantische Begeisterung für die Welt der Nacht musikalisch auf den Punkt brachte.

Der Atem stockte in diesem Satz voller Zartheit ohne Zerbrechlichkeit vor allem bei einem „negativen“ Höhepunkt: Absolutes Pianissimo ließ befürchten, die Musik würde wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen, doch das Gegenteil war der Fall. Das Publikum wurde Zeuge einer musikalischen Keimzelle, einer wertvollen Kostbarkeit.

Nach der Pause dann der Sprung in die (amerikanische) Moderne: George Gershwin erklang mit Catfish Row, einer Orchestersuite aus seiner Oper „Porgy and Bess“ und einer von den Ensemblemitgliedern eingerichteten „Suite américaine imaginaire“. Wer in die Gesichter des nun vollzähligen Ensembles (Streichquintett plus Holzbläsertrio) blickte, sah den Spaß und die Abwechslung, die Gershwin den Mitgliedern eines Repertoireorchesters bereitete.

Puls- und schweißtreibend stampften da swingende Rhythmen. Expressive Dynamik und schroffe Harmonien wechselten sich mit Ohrwurm-Hits („Summertime“) ab, Vielschichtigkeit und Komplexität kontrastierte mit filmmusikalischer Banalität. Ein großes Vergnügen.

Kein Wunder, dass das Publikum mehr als angetan applaudierte. Schostakowitschs Walzer schloss als Zugabe einen gelungenen französisch-deutschen Konzertabend ab.

Boris Belge, Kreiszeitung Böblinger Bote, September 2017